Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB

Stromspeicher haben eine enorme Bedeutung für alle Wirtschaftszweige, die an der Energie- und Mobilitätswende beteiligt sind. Die Bedarfe liegen nicht nur in der Automobilindustrie und weiteren Anwendungen der E-Mobilität, sondern finden sich ebenso in Form stationärer Speicher für die Gebäudetechnik oder in Akkus für Power Tools oder Smart Devices. Bis zum Jahr 2030 wird sich die Batterieproduktion laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI von heutigen 38 Gigawattstunden pro Jahr auf 576 Gigawattstunden allein in Europa um das fünfzehnfache erweitern. Die Herausforderung ist es nun, dieses Wachstum erfolgreich zu gestalten und am Standort Deutschland eine leistungsfähige Fertigung einschließlich der erforderlichen Infrastrukturen auf- und auszubauen.   

Die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB am Standort Münster soll deshalb zum Zentrum der Entwicklung einer modernen und skalierbaren Batteriezellproduktion für Deutschland und Europa werden.

Batteriezellproduktion: effizienter, günstiger und in höherer Qualität

Damit die Produktion in Deutschland zukünftig neue Batterietechnologien effizienter, günstiger, in höchster Qualität bereitstellen kann, fördern das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Land Nordrhein-Westfalen den Aufbau einer Forschungseinrichtung für die Batteriefertigung im Rahmen des Projekts »FoFeBat« mit bis zu insgesamt 680 Millionen Euro. Die Forschungsfertigung stellt eine Infrastruktur zur Verfügung, mit der kleine und mittlere Unternehmen, aber auch Großunternehmen und Forschungseinrichtungen die seriennahe Produktion neuer Batterien erproben, umsetzen und optimieren können.

Unabhängigkeit von den bestehenden Märkten für Batterietechnologien

Gemeinsam mit Partnern aus der Fraunhofer-Gesellschaft, der RWTH Aachen, der WWU Münster und dem Forschungszentrum Jülich schließen wir damit die bestehende Lücke in der Wertschöpfungskette von Batterien und Akkus und tragen dazu bei, Abhängigkeiten von anderen Märkten der Energiespeichertechnologien zu vermeiden.

Vorstellung der Fraunhofer FFB

Im Jahr 2021 hat die Fraunhofer FFB ihre ersten Anlagen im »FFB Workspace« bei den Alexianer Werkstätten in Betrieb genommen. Im Video erhalten Sie einen Einblick in die Arbeiten vor Ort.

© MWIDE

 

Profil

Die Fraunhofer FFB unterstützt industrielle Partner und Kunden bei der Umsetzung neuer Batteriezellkonzepte und der Entwicklung zukunftsträchtiger Fertigungsverfahren.

 

Partner

Die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, das Batterieforschungszentrum MEET der WWU Münster, der Lehrstuhl PEM der RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich arbeiten gemeinsam am Aufbau der Fraunhofer FFB. 

 

Standort

Am Standort Münster entsteht eine vollständig funktionsfähige Forschungsfertigung für die Labor- und Produktionsforschung.  

Zertifizierung

Die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB ist nach ISO 9001 zertifiziert.

Unser Angebot: Skalierbarkeit, Reproduzierbarkeit und Qualität in der Batteriezellfertigung

Das Angebot der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB richtet sich sowohl an Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau und der Zellfertigung, als auch an Integratoren von Li-Ionen-Batteriezellen, die ihre Produkte auf Grundlage neuester Zelltechnologien weiterentwickeln möchten.

In diesem europäischen Hub, in dem führende Experten der deutschen Batterie- und Produktionstechnik aus Industrie und Forschung zusammenwirken, arbeiten wir zukünftig daran, neue Batteriekonzepte (<TRL5) in die Serie (TRL6 bis TRL7) zu überführen.

Mit der Erforschung der Batteriezellfertigung und konsequent weiterentwickelter Anlagentechnik schaffen wir so die Voraussetzungen für die Großserienproduktion. Unsere Arbeit orientiert sich an der kommerziellen Nutzung in der Industrie und zielt damit auf Skalierbarkeit, Reproduzierbarkeit und Qualität modernster und stark nachgefragter Batteriezellprodukte sowie der dafür erforderlichen Anlagentechnik.